Was ist Psychotherapie? Wie kann sie helfen?

Psychotherapie ist ein Heilverfahren, das darauf ausgelegt ist, Personen mit seelischen Erkrankungen oder anderen psychischen Leidenszuständen zu helfen.

Dabei geht es darum, dass die Klient*in sich selbst, die eigene Lebenswelt und die persönliche Biographie neu zu verstehen lernt und darauf aufbauend dazu in der Lage ist, eingelernte Denk- und Verhaltensmuster zu verändern.

Die Länge einer Psychotherapie variiert je nach den gesteckten Zielen der Klient*in und der Komplexität des Falles, wobei die durchschnittliche Therapiedauer bei in etwa einem Jahr liegt. Sitzungen werden im Normalfall wöchentlich abgehalten und dauern 50 Minuten.


Meine Methode: Die Katathym Imaginative Psychotherapie

Die Katathym Imaginative Psychotherapie (KIP) ist eine tiefenpsychologische und psychodynamisch orientierte Form der Psychotherapie, die in den 1950er Jahren von Hanscarl Leuner begründet wurde.

Die KIP kombiniert Techniken und Theorien verschiedener therapeutischer Schulen. Im Vordergrund stehen dabei Methoden und Annahmen aus den psychoanalytisch-orientierten Therapierichtungen und der analytischen Psychologie. Doch auch Einflüsse aus der Verhaltenstherapie und den systemischen Therapieformen sind in der KIP verarbeitet.

Neben der analytisch-orientierten Gesprächstherapie kommen in der Katathym Imaginativen Psychotherapie klassische tiefenpsychologische Materialien (Beziehung, Träume, Sprache etc.) und kreative Elemente zur Anwendung. Vor allem den begleiteten Wachtraumphantasien (den sogenannten Imaginationen) wird dabei besondere Bedeutung zugeschrieben.

Nähere Informationen zur Methode finden Sie auf der Homepage der Österreichischen Gesellschaft für angewandte Tiefenpsychologie und allgemeine Psychotherapie.


Mehr Information zur Therapie

In Österreich gibt es eine Vielzahl anerkannter Methoden, welche sich in vier große Schulen einteilen lassen (Tiefenpsychologie, Verhaltenstherapie, Systemische Therapie, Humanistische Therapie). 

Das Psychotherapieverfahren, das ich anbiete, gehört der tiefenpsychologischen Schule an. Die Tiefenpsychologie versteht den Menschen (gemäß des biopsychosozialen Models) als Wesen, welches mit angeborenen Bedürfnissen in einem Netzwerk aus sozialen Anforderungen, Verpflichtungen, aber auch Möglichkeiten lebt. 

Dabei werden im Verlauf des Lebens, geprägt durch verschiedene Erfahrungen (bspw. Sozialisierung, Erziehung, Traumatisierung), Annahmen über sich selbst, die Gesellschaft und die Welt gebildet, die unser Handeln, Fühlen und Denken beeinflussen. Die Tiefenpsychologie geht davon aus, dass manche dieser Annahmen dem Individuum unzugänglich bleiben, obwohl sie für dieses Individuum wichtige Motivatoren darstellen. In der tiefenpsychologischen Auffassung spielen diese unbewussten Motivationen jedoch eine wichtige Rolle in der Ausprägung psychischer Erkrankungen oder seelischer Leidenszustände. 

Dementsprechend besteht das Ziel einer tiefenpsychologischen Psychotherapie darin, unbewusste Motivationen in das bewusste Selbst zu integrieren. Dieses erweiterte Selbstverständnis soll den/die Klient*in dazu befähigen, das eigene Leben aktiver und bewusster zu gestalten. Dies führt zur Auflösung von Symptomen und zur Linderung von Leidenszuständen.